Am frühen Abend, nachdem die Kinder ihren Besuch bei mir beendet hatten, habe ich meine Malerkünste kontrolliert. Eine kleine Stelle musste ich nacharbeiten, das ging auch problemlos und ohne sichtbare Spuren.
2 Schälchen füllte ich mit der restlichen Farbe für spätere kl. Reparaturen, dann alles ab in die Tonne.


Um Sabines Frage zu beantworten:

Ich lebe jetzt auf 68 qm, aufgeteilt in 3 ZkB und Terasse incl. Mini-Kellerraum zu einem Preis von 395€ Kaltmiete. Zusätzlich zahle ich 170 € Nebenkosten, was ich aus meiner Erfahrung unglaublich teuer finde.
Natürlich hat diese Wohnung etliche "Nachteile", die im Vorfeld für mich nicht erkennbar waren.

- Die Fenster und auch die Rahmen sind total undicht, das bemerkte ich schon bei der Übernahme und mir wurde Nachbesserung versprochen. Die soll nun (angeblich) im Sommer in Form neuer Fenster erfolgen. Da bin ich mal gespannt.

- Aufgrund dessen ist es ziemlich kalt in meiner Wohnung, mehr als 20 Grad habe ich im Wohnzimmer nicht gehabt. Da mein Sofa direkt gegenüber des Fensters steht und somit genau im Zug, hatte ich dort immer nur ~ 17 Grad. Ganz schön eklig!

- Auch der Flur ist a*kalt, weil die Wohnungstür nur eine einfache Tür ist, die völlig aus dem Rahmen verzogen ist. Bemerkt habe ich das, als ich aus dem Keller nach oben ging und durch die geschlossene Wohnungstür das Licht im Flur sehen konnte. Da wird nix gemacht, damit werde ich leben müssen.

- Wegen der Wohnungstür ist es sehr hellhörig, jede Bewegung eines Staubflusens höre ich im Wohnzimmer oder Küche, wenn die Türen zum Flur nicht geschlossen sind.

- Die Heizung arbeitet irgendwie komisch, obwohl sie im Keller richtig eingestellt ist. Abends gegen 19/20 Uhr sind die Heizkörper kalt, nachts um 1 /halb 2 ballern sie wie doof. Ausserdem erwärmen sie sich nur vollständig, wenn sie auf volle Pulle (also 5) gedreht sind. Da besteht noch Reparaturbedarf durch den Heizungsfachmann.

- Die Terassenplatten haben ihren tiefsten Punkt nicht irgendwo am Rand, sondern mittendrin. Dort sammelt sich das Regenwasser, das kommt meiner Holzgartensitzgruppe nicht grad zugute. Aber die Platten sollen im Sommer aufgenommen und neu gelegt werden.

- Die Heizungs- und Wasserrohre laufen (wohl unisoliert) durch die Wand zwischen Bad und Schlafzimmer. Und machen einen Höllenlärm - doof, dass mein Bett genau daneben steht.
Gut, das könnte ich woanders hinstellen, dann passen meine Schränke aber nicht so gut in den Raum. Damit lebe ich jetzt.

- Die Jalousien sind zu kurz (Terassentür), verkanten sich und die einzelnen Lamellen haben nicht mehr den gleichen Abstand. - Kann ich auch mit leben.

- Das Wohnzimmer ist mir eigentlich etwas zu dunkel, bedingt durch den Balkon, der über meine Terasse ist. Damit komme ich aber auch einigermaßen zurecht.

- Die Warmwasserbereitung wird über Durchlauferhitzer (im Bad) und 5-l-Boiler (Küche) über Strom erzeugt. Das ist echt teuer! Und in der Küche nur 5 l heisses Wasser, ist in meinen Augen völlig unzureichend. Um das dauernde Aufheizen und Stromverbrauch in der Küche zu vermeiden, hab ich das Untertischgerät ausgestellt und habe nur kaltes Wasser. Wenn ich wirklich mal mit der Hand spüle, wird es im Wasserkocher erhitzt.
Die Stromkosten sind auch nicht von schlechten Eltern, nach 3 Monaten habe ich eine Abrechnung erhalten, ich zahle jetzt einen Abschlag von 10 Euro weniger, als wir gemeinsam im großen Haus hatten eek . Daran muss ich noch dringend arbeiten, aber in der Einzugszeit hab ich viel gewaschen, viel heisses Wasser aus der Leitung verbraucht.

Darüber ärgere ich mich wirklich maßlos, das wäre evtl ein Grund gewesen, die Wohnung nicht zu nehmen. Da in der Küche noch die Möbel der Vormieter eingebaut waren, habe ich das auch nicht bemerkt - sondern viel Arbeit und Ärger und Kosten beim Einbau meiner Küche deswegen gehabt.


Was mich wirklich am meisten stört, sind die Kälte und die Hellhörigkeit.


Neulich hatte ich Donnerstags abends mein Radio an (wie immer). Um 20.20 Uhr klingelte ein Nachbar, ich möge doch mein Radio leiser machen, er brauche Ruhe !! Es war nicht laut, wirklich nicht, der Nachbar meinte, er könne oben die Bässe spüren. Na gut, hab ich sie halt niedriger gedreht. Wobei die Bässe hier nicht so gut rumkommen.


Hier im östlichen Bereich der Stadt, die es nicht gibt, lässt es sich gut wohnen. Fußläufig alle wichtigen Geschäfte gut erreichbar, schade nur, dass unsere Apotheke zum Jahreswechsel geschlossen hat. Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, ein Katzensprung zur Autobahn und zum Stall komme ich auch schnell. Vorteilhaft auch die "alten" Nachbarn und Bekannte in der Parallelstraße.
Alles in allem wohne ich gern hier, fühle mich aber noch nicht wirklich zuhause. Aber das hat ja wohl andere Gründe.

So Sabine, war das eine erschöpfende Auskunft? smile


Jetzt brauch ich erstmal nen e