wieder zuhause zu sein. Zuhause? So langsam bin ich mir nicht mehr sicher, wo ich tatsächlich zuhause bin. Natürlich fühle ich mich wohl in meiner Wohnung, auch wenn sie nicht warm wird - aber mir fehlt so einiges (bzw. jemand).


Die 3 Wochen beim Landmann waren sehr durchwachsen, die Zeit mit ihm wunderschön, mit seiner Mutter habe ich mich auch prima verstanden (ihr O-Ton: endlich jemand im Hause, mit dem man sich mal vernünftig unterhalten kann cool ). Die 3 Landmannkinder sind schon recht anstrengend, haben sie doch niemals gelernt, Rücksicht auf andere Personen zu nehmen. Sie machen überwiegend - jeder für sich oder auch mal gemeinsam - ihr eigenes Ding. Ich habs geschafft, sie abends zum Essen alle an einen Tisch zu bekommen, wir haben erzählt, gekniffelt und rumgealbert. Aber tagsüber ... naja - meistens wird gepennt. Echt jetzt: eine Landmanntochter ist am Sonntag um 15.45 Uhr das erste Mal aus ihrem Zimmer gekrochen. Da war für uns der Tag schon fast vorüber.

Naja - sei's drum: der Landmann und seine Mutter sind sehr traurig, dass ich wieder in meiner Wohnung bin. Es wird wohl ein erneuter Umzug in absehbarer Zeit bei mir anstehen wink . Jetzt liegt's am Landmann, mit seiner Familie Klarheit zu bekommen, wie es mit uns allen gemeinsam weitergehen soll. Schwierig für die drei "Kinder", die immer machen durften was sie wollten.

Morgen fahre ich nachmittags hin, abends dann zur Physio und werde über Nacht beim Landmann bleiben. Donnerstag früh wird der Bock abgeholt - schade aber er darf seine Herde nicht mehr decken, also gibts nächstes Jahr keine Lämmchen. Es sei denn, wir finden in der Umgebung einen anderen jungen Bock.


Wie das alles mit dem Hof weitergeht, darüber sind wir uns auch noch nicht im Klaren. Da hängt so viel zusammen: bleiben die Kinder dort, wollen sie den Hof mal übernehmen (sieht momentan nicht danach aus, die schaffen ja nichtmal die einfachsten Dinge im Haushalt geschweige denn die Hofarbeit). Schaffen wir das alleine? Und wollen wir das auch?


Es passiert so viel momentan hier - und gesundheitlich geht es auch weiter. Die nächsten Physiotermine habe ich vom Hausarzt verschrieben bekommen - ich laufe im Haus bzw. der Wohnung schon ohne Gehhilfen, draussen fühle ich mich mit den Stützen aber noch sicherer.
Die BfA hat mir meine Reha bewilligt, natürlich ohne auf den anstehenden OP-Termin einzugehen und auch meine Vorschläge verschiedener Kliniken aus der Umgebung, mit denen ich auch schon den Rehabeginn abgesprochen habe, wurden stumpf übergangen. Jetzt soll ich in den Harz, nach Blankenburg. Meine Anfrage dort, ob die BfA auf die OP und meinen Rehabeginn Ende Juli hingewiesen hat, wurde recht schnippisch angegangen. Dort liegt angeblich noch nichts vor, ich solle das Schreiben der Klinik abwarten, wann ich erscheinen soll. Wenn mir der Termin nicht passt, könnte ich mich ja melden. eek
Also freundlich ist anders!


Jetzt werde ich erstmal meinen kleinen Einkauf von heute Mittag durchforsten, mir was leckeres zum Abendbrot machen und auf den Anruf des Landmanns warten.